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Projekttitel
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Wissenschaftliche Begleitung des Modellversuchs 'Modelle zur Bildung, Betreuung und Förderung von Kindern mit Behinderung unter 3 Jahren'
des Landschaftsverbandes Rheinland
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Laufzeit
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1. August 2008 bis 31. Juli 2011 (beendet)
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Ausgangslage
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Der durch das Kinderbildungsgesetz NRW (KiBiz) forcierte Ausbau des Angebots für Kinder unter drei Jahren (mit der Perspektive des Rechtsanspruchs für Kinder ab einem Jahr ab dem Jahr 2013) bezieht auch Kinder mit Behinderung unter drei Jahren ein.
Dabei bietet es sich an, zwei bewährte Modelle zu kombinieren:
Integrative Gruppen verhindern die soziale Ausgrenzung von Kindern mit Behinderung und ihrer Familien und bieten sowohl Kindern mit Behinderung als auch Kindern ohne Behinderung wichtige Erfahrungsmöglichkeiten und bestmögliche Entwicklungschancen. Sie sichern gleichzeitig die notwendige therapeutische Unterstützung und Förderung der Kinder mit Behinderung.
Altersgemischte Gruppen bieten Kindern unter drei Jahren (und ebenso den älteren Kindern) eine anregungsreiche Lebens- und Lernwelt sowie Kontinuität der sozialen Strukturen und damit emotionale Sicherheit.
Für die optimale Bildung, Betreuung und Förderung von Kindern mit Behinderung unter drei Jahren sind auf der Grundlage dieser Erfahrungen altersgemischte integrative Gruppen eine Erfolg versprechende Gruppenform. Solche Gruppen sollen aufgebaut, beraten, weiterentwickelt und verbreitet werden.
Dabei sind zwei Entwicklungswege möglich:
- Bestehende integrative Gruppen öffnen sich für Kinder unter drei Jahren oder
- bestehende altersgemischte Gruppen öffnen sich für Kinder mit Behinderung unter drei und über drei Jahren.
Gegenstand des Modellversuchs ist auch die Frage, inwieweit beide Öffnungsschritte gleichzeitig möglich sind, d.h. bestehende Gruppen für Kinder im Kindergartenalter in einem Schritt in integrative und zugleich altersgemischte Gruppen umgewandelt werden können.
Es ist wird jedoch auch der Frage nachgegangen, in welchen Fällen die entstehenden Gruppen für die Kinder mit Behinderung zu groß und damit zu unübersichtlich und unsicher sind, d.h. in welchen Fällen kleinere Gruppen mit reduzierter Altersmischung eine Alternative darstellen.
Viele Kommunen und Träger haben ihr Interesse an der Teilnahme am Modellversuch signalisiert.
Der Zusammenarbeit mit Eltern (sowohl mit den Eltern der Kinder mit Behinderung als auch mit den Eltern der Kinder ohne Behinderung) kommt in integrativen Kindergartengruppen eine besonders hohe Bedeutung zu. Dasselbe gilt für die altersgemischten Gruppen bei Kindern unter drei Jahren. Bei altersgemischten und zugleich integrativen Gruppen mit Kindern unter drei Jahren hat die Zusammenarbeit und Erziehungspartnerschaft mit den Eltern folglich einen besonders hohen Stellenwert.
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Ziele des Modellversuchs |
- Erprobung von Gruppenformen für die Bildung, Betreuung und Förderung von Kindern unter drei Jahren mit Behinderung
- Beratung von Trägern
- Weiterqualifizierung von pädagogischen und therapeutischen Fachkräften
- Weiterqualifizierung der interdiziplinären Teams
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Aufgaben der wissenschaftlichen Begleitung |
- Mitwirkung bei der Beratung von Trägern und Fachkräften (im Zusammenwirken mit dem Landesjugendamt und der zuständigen Fachberatung)
- Entwicklung von Standards in
konzeptioneller Hinsicht: Eckpunkte einer „Pädagogik der Vielfalt“, hier insbesondere durch Integration und Altersmischung,
struktureller Hinsicht: Gruppengröße und –zusammensetzung, Qualifikation des Personals, Bau und Ausstattung, Vernetzung mit Einrichtungen des Gesundheitswesens und
prozessualer Hinsicht: Raumgestaltung, Tagesablauf, Praxis der Bildungs- und Erziehungsarbeit, Gestaltung der Eingewöhnungsphase im Zusammenwirken mit dem Landesjugendamt
- Begleitung und Dokumentation der pädagogischen Praxis in den beteiligten Einrichtungen
- Begleitung, Dokumentation und Evaluation der Zusammenarbeit mit Eltern
- Dokumentation und Evaluation der Kooperation mit Institutionen und Personen des medizinisch/therapeutischen Bereichs (Frühförderung, Kinderärzte, sozialpädiatrische Zentren)
- Erhebung von Daten zur Entwicklung der Kinder (Beobachtungen in den Einrichtungen, Befragung der Eltern)
- Entwicklung von Materialien zur Weiterqualifizierung von Fachkräften unter Verwendung von
- Fachliteratur
- Hospitationsmaterial,
- Bildmaterial (Fotos/Videos in den Einrichtungen des „inneren Kreises“)
- Beobachtungen und Dokumentationen in den Einrichtungen des „inneren
Kreises“ sowie
- Erfahrungsberichten und fachlichen Einschätzungen durch die Fachkräfte.
- Entwicklung einer Handreichung für interessierte Eltern
- Entwicklung eines Flyers für Träger
- Konzeption und Durchführung von Fachveranstaltungen
- Bereitstellung von Materialien für den Internet-Auftritt des LVR.
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Arbeitsschritte |
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Hospitationen und Fachgespräche in den Einrichtungen des „inneren Kreises“ und ausgewählten Einrichtungen des „äußeren Kreises“
Workshops innerhalb des „inneren Kreises“ zur Diskussion und Klärung offener Fragen wie
- - Eingewöhnung
- - Bildungs- und Erziehungsarbeit
- - Soziale Kompetenzen / Chancen und Grenzen der Altersmischung
- - Pädagogische und therapeutische Förderung – Hand in Hand
- - Raumgestaltung und Tagesablauf
- - Erziehungspartnerschaft mit Eltern
- - Notwendige bauliche Veränderungen und Veränderungen in Einrichtung und Ausstattung
Entwicklung von Materialien"
Informationsveranstaltungen für den "äußeren Kreis", thematisch differenziert jeweils im Anschluss an den entsprechenden Workshop im "inneren Kreis"
Fachveranstaltungen für die interessierte Fachöffentlichkeit (Träger, Fachkräfte, Eltern, Fachberatung, Politik):
- Auftaktveranstaltung: Ziele und Strukturen des Modellversuchs, Beteiligte, Wege der laufenden Information, Möglichkeiten der Teilnahme im "äußeren Kreis".
- Informationsveranstaltung (in der Mitte der Laufzeit): "Berichte aus der Werkstatt"
- Abschlussveranstaltung (am Ende der Laufzeit): Ergebnisse des Modellversuchs
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Zum Internetauftritt des Projektes bitte
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Kontakt |
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Regina Solbach |
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Tel.: 0221 / 160 52 48 |
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regina.solbach@fh-koeln.de |
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Klaudia Weber |
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Tel.: 0221 / 160 52 24 |
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klaudia.weber@fh-koeln.de |
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Prof. Dr. Rainer Strätz |
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Tel.: 0221 / 160 52 20 |
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rainer.straetz@fh-koeln.de |

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